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    Oberbürgermeister kehrte auf Sockel zurück - Francke-Denkmal im Nordpark wieder aufgestellt Seit 15. Mai steht das Denkmal für den Magdeburger Oberbürgermeister August Wilhelm Francke wieder auf seinem angestammten Sockel im Nordpark. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg hat das Denkmal umfassend restaurieren lassen. Im Dezember vergangenen Jahres war die Plastik des ehemaligen Bürgermeisters deshalb demontiert ...
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Debatte um Risiko einer vorzeitigen Sperrung PDF Drucken E-Mail

Volksstimme vom 30.09.2011Rainer Schweingel berichtete in der Volksstimme vom 30.09.2011 folgendes:

Bange Frage zum Tunnelbau: Wie lange halten die Brücken?

Der geplante Tunnelbau am Magdeburger Hauptbahnhof sorgt erneut für Wirbel. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie lange halten die Bahnhofsbrücken noch durch? Und: Droht tatsächlich ein nie dagewesenes Verkehrschaos?

Ein Sprecher der Bahn hatte unter der Woche erklärt: Müssen die maroden Brücken am Hauptbahnhof noch vor der ab 2013 vorgesehenen Sanierung durch Behelfsbrücken ersetzt oder Pfeiler gestützt werden, dann werde das Auswirkungen auf den Straßenbahn- und Autoverkehr darunter haben. Dieser könnte dann nicht mehr wie gewohnt fahren.

Über Nacht stünde Magdeburg damit vor einem riesigen Verkehrsproblem.

Anlass für diese Sorge ist der Zustand der Bahnhofsbrücken. Die Bahn will seit 2006 die rund 100 Jahre alten Überführungen über die Reuterallee so schnell wie möglich sanieren, ist aber laut Eisenbahnkreuzungsgesetz auf die Mitarbeit der Stadt Magdeburg angewiesen. Die verstrickte sich allerdings in jahrelangen Debatten darüber, was unter den Brücken passieren soll. Beschlusslage derzeit: der Bau eines Tunnels, der Auto- und Nahverkehr in zwei Ebenen trennt. Die Gesamtkosten liegen bis 2017 bei rund 46 Millionen Euro, aufgeteilt auf Bahn, Bund und Stadt.

Doch noch fehlt es an einem Baubeginn, weil Detailfragen wie Fördermittelzusagen, Gutachten und Klageandrohung von Tunnel-Gegnern die Umsetzung behindern. Der Planfeststellungsbeschluss ist nun mit einem halben Jahr Verspätung für das Frühjahr 2012 avisiert. Daraus ergibt sich ein Wettlauf mit der maroden Technik: Wie lange noch halten die Brücken?

Eine Prognose darüber vermag niemand abzugeben. Auch nicht die Bahn. Sprecherin Änne Kliem sagt nur so viel: „Die Brücken werden in kurzen Abständen auf ihre Sicherheit überprüft. Vom Ergebnis hängt ab, ob sie wie bisher genutzt werden können.“ Jede neue Untersuchung kann also jederzeit eine Einschränkung oder Sperrung der Brückendurchfahrt nach sich ziehen.

Auch deshalb scheinen der Bahn die Fortschritte seitens der Stadt nicht schnell genug zu gehen. Offiziell sagt das niemand, aber für heute hat sich die Bahn-Regionalleitung zu einem Gespräch bei Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) eingeladen. Ab 14 Uhr wird im Rathaus der aktuelle Stand erörtert. Trümper nennt das Meeting ausdrücklich nicht „Krisengespräch“ wie die Bahn, sondern die Fortsetzung der regelmäßigen Zusammenkünfte zum Tunnelbau. Bahnsprecherin Änne Kliem sieht auf Volksstimme-Frage keinen Anlass, die Formulierung „Krisengespräch“ ihres Regionalchefs Lothar Legler aus dieser Woche zurückzunehmen: „Herr Legler hat das so gesagt.“ Mit Spannung wird deshalb beim heutigen Treffen erwartet, ob die Bahn der Stadt eine Frist setzt, bis zu der sie Baurecht hergestellt haben muss.

Oberbürgermeister Lutz Trümper wehrt sich indes gegen den Eindruck, Stadt und Bahn würden „irgendwie gegeneinander“ arbeiten. Trümper: „Es gibt keinen Streit zwischen der Bahn und uns. Das Gegenteil ist der Fall. Wir stimmen uns wöchentlich über den Zeitplan ab.“

Unsicherheitsfaktoren bleiben trotzdem. Trümper kämpft beispielsweise beim Verkehrsministerium um eine vorzeitige Fördermittelfreigabe, damit die für 2012 geplanten Leitungsverlegungen im Umfang von allein sechs Millionen Euro fi nanziert werden können.

Unterdessen meldeten sich die Magdeburger Händler zu Wort. IG-Innenstadt-Chef Arno Frommhagen warf der Bahn „Panikmache“ vor. „Ausnahmegenehmigungen kann man verlängern lassen, bis im Planfeststellungsverfahren eine Kompromisslösung gefunden ist, die für Stadtverwaltung und Kritiker tragbar ist“, wetterte er und legte nach: „Die Bahn sollte sich lieber darum kümmern, den Osten Deutschlands vernünftig an das ICE-Netz anzubinden und ihre Fahrpläne so aufzustellen, dass die Züge auch mal pünktlich ankommen.“

Fakt ist: Für Magdeburg hätte das Szenario einer vorzeitigen Durchfahrtssperre gravierende Auswirkungen auf den City-Verkehr. Die Bauzeit selbst ist da schon Belastung genug. Jeder Tag mehr kostet nicht nur Nerven, sondern womöglich auch Arbeitsplätze. Der Brückendurchlass ist die wichtigste Verbindung zu den Magdeburger Händlern und ihren Geschäften.

 

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