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Straßennamen Magdeburger Persönlichkeiten
Straßennamen die auf Persönlichkeiten oder Gegebenheiten hiweisen, die direkt mit Stadtfeld oder Magdeburg in Verbindung stehen, werden hier vorgestellt. Über Vorschläge und Informationen zu weiteren interessante Straßennamen würden wir uns sehr freuen. Kontakt
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Klaus Jürgen Miesner (* 11. Dezember 1935 in Magdeburg; † 11. Januar 1989 in Wernigerode)
In der Volksstimme vom 02.09.2010 war folgender Beitrag zu lesen:
Würdigung für verstorbenen Handballtrainer
Erinnerung und Zukunft lagen gestern an und in der Gieselerhalle dicht beieinander. Erst wurde mit einer Platzeinweihung der 1989 verstorbene erfolgreiche Magdeburger Handballtrainer Klaus Miesner gewürdigt.
Dann lief mit der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg der Handballnachwuchs in der Halle gegen den SC Empor Rostock auf. Mit der Namensvergabe liegt die Gieselerhalle künftig am Klaus-Miesner-Platz. Sie war die Hauptwirkungsstätte des Trainers. Klaus Miesner hatte die Handballer des SC Magdeburg 1968 als Trainer übernommen und sie bis zu seinem Ableben zu einer der erfolgreichsten Mannschaften der Welt geformt. Mit ihm gewann der SCM u. a. 9 DDR-Meister- Titel, zweimal den Europacup und den EM-Titel für Vereinsmannschaften. Außerdem formte er Weltklassespieler wie Wieland Schmidt, Hartmut Krüger oder Ingolf Wiegert. Die Umbenennung des Teilstücks der bisherigen Wilhelm- Kobelt-Straße geht auf einen Stadtratsbeschluss zurück.
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Johann-Gottlieb-Schoch-Straße |
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In der Volksstimme vom 17. Juli 2010 war unter anderem folgender Beitrag zu lesen. Text von Heike Kriewald
Schoch verantwortete den Bau des Westfriedhofs
Wir leben in Straßen und wissen oft nicht, was die Straßennamen bedeuten, wer die Menschen gewesen sind oder welche Orte, Begriffe von Flora und Fauna die Namensgeber waren. In einer Serie beleuchtet die Volksstimme die Straßennamen der Elbestadt. Heute: die Johann-Gottlieb-Schoch- Straße, die es nach Angaben des Stadtarchivs seit 2003 gibt.
Die Straße wurde dem statistischen Bezirk „Schlachthof“ zugeteilt und befindet sich zwischen der Schlachthofstraße und der Straße Zur Viehbörse. Die Postleitzahl ist 39108.
Mit dem Straßennamen wurde der Städtische Gartenbaudirektor und Gartenarchitekt Johann Gottlieb Schoch geehrt, in dessen Amtszeit (1890 bis 1905) unter anderem die Gestaltung des Schlachthofgeländes, in dem sich die Straße befindet, fiel.
Schoch kam am 1. Februar 1853 in Wörlitz als Kind einer berühmten Gärtnerfamilie zur Welt: bereits sein Großonkel Rudolf Gottlieb Schoch, Hofgärtner und Verwalter des Wörlitzer Parks, war 1842 mit der Anlage des Vogelgesangparks in Magdeburg betraut worden.
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Johann Schellheimer (auch Hans) ist geboren am 18. Februar 1899 in Höchst am Main; und gestorben am 5. Februar 1945 in Brandenburg (Havel), er war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Politische Stadtteilarbeit in der Wilhelmstadt (heute Stadtfeld)
Schellheimer wurde als Sohn eines Holzfällers geboren. Während des Ersten Weltkrieges wurde er noch als Lehrling zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1920 entlassen wurde. 1921 trat er aus wirtschaftlichen Gründen der französischen Fremdenlegion bei, die er jedoch bald wieder verließ. Schellheimer ging zunächst in die Türkei und kehrte dann nach Berlin zurück. Dort war er als Gelegenheitsarbeiter tätig.
1931 zog Schellheimer nach Magdeburg, wo er 1932 der KPD beitrat. Politisch arbeitete er im Stadtteil Wilhelmstadt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er im Frühjahr 1933 für einige Wochen in sogenannte Schutzhaft genommen. Nach seiner Entlassung war er weiter für die in der Illegalität arbeitende KPD tätig. Noch im November 1933 wurde er als Kurier der KPD-Bezirksleitung festgenommen und zunächst für sechs Monate im KZ Esterwegen inhaftiert. In Kassel erfolgte dann eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft.
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Hans Löscher, eigentlich Gustav Robert Löscher, ist geborgen am 19. April 1881 in Dresden; und am 7. Mai 1946 gestorben. Er war ein Reformpädagoge und Schriftsteller.
Magdeburg wurde unter seinem Wirken zum reformpädagogischen Zentrum Deutschlands
Löscher wuchs in Pfaffroda bei Olbernhau im Erzgebirge als Sohn eines Polizeibeamten auf. Er besuchte ab 1895 ein Lehrerseminar in Nossen und arbeitete dann von 1901 bis 1905 als Lehrer. Von 1906 bis 1910 studierte er an der Universität Leipzig Deutsch, Geschichte und evangelische Theologie auf Lehramt und promovierte später. 1907 trat er der SPD bei, wobei er insbesondere religiös-sozialistische Auffassungen vertrat. Löscher wurde 1910 an einer höheren Schule angestellt. Er litt an einem schweren Herzfehler und war daher vom Wehrdienst freigestellt. 1915 wurde er Direktor, zunächst an der Bürger- und Fortbildungsschule in Stollberg/Erzgeb. und später in Plauen.
Seine pädagogische Arbeit wurde durch soziale, liberale und kindorientierte Reformansätze geprägt. Löscher wurde Funktionär in der SPD und wurde 1921 von Hermann Beims als Stadtschulrat nach Magdeburg berufen. Magdeburg wurde unter seinem Wirken zum reformpädagogischen Zentrum Deutschlands. Er begründete 1922 die erste reformpädagogische Versuchsschule, erwirkte 1923 die Eröffnung weltlicher Schulen in Magdeburg, erkämpfte 1924 die städtische Selbstverwaltung im Schulwesen.
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