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Stadt lehnt Vorschlag für Kita-Plätze ab PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 30. April 2010 um 00:00 Uhr
vs_mdx_20100430-26-kitaJana Habritter berichtete in der Volksstimme vom 30.4.2010: Grünen-Stadtrat Thorsten Giefers „versteht die Welt nicht mehr“. Der Grund seines Ärgers: Eine Stellungnahme des städtischen Eigenbetriebes Kommunales Gebäudemanagement (KGM) zu den Rückbauplänen des einstigen Guericke- Gymnasiums an der Harsdorfer Straße. Laut KGM sollen die beiden Schulgebäude und die Baracken abgerissen werden. Die Stadtfelder hatten gehofft, dass hier zeitnah dringend benötigte Kita-Plätze geschaffen werden. Von Jana Halbritter Stadtfeld-West. In der Stadtratssitzung im Februar stellte die Grünen-Fraktion einen Antrag, der in die Ausschüsse verwiesen wurde. Die Stadtverwaltung sollte prüfen, inwieweit kurzfristig Kita-Plätze in den Gebäuden des einstigen Gymnasiums geschaffen werden können. „Gerade in Stadtfeld herrscht derzeit ein eklatanter Mangel an Betreuungsplätzen“, erklärt Thorsten Giefers das Problem, das schon seit Monaten öffentlich, u. a. von der GWA Stadtfeld- Ost, diskutiert wird.
Dass sich die Räume dafür eignen, habe die zwischenzeitliche Unterbringung der Grundschule Annastraße während der Zeit von deren Sanierung gezeigt. Doch das KGM sieht das anders: „Kindertagesstätten sind in der Regel so konzipiert, dass jeder Gruppe ein Sanitärraum und eine Garderobe zugeordnet ist. Um aus diesem Schulbautyp in Plattenbauweise eine der heutigen Zeit entsprechende Kindertagesstätte zu konzipieren, müsste nicht nur umfangreich saniert, sondern gleichfalls komplett umgebaut und somit auch statisch nicht unerheblich in das Gebäude eingegriffen werden“, heißt es in der Stellungnahme.
Für Thorsten Giefers, sozialpolitischer Sprecher seiner Fraktion, steht damit fest: „Kita-Kinder sind in der leerstehenden Schule nicht erwünscht.“ Dabei gebe es für ihn genügend Beispiele, wo mit einem relativ geringen Aufwand Kita-Plätze vorübergehend in leer stehenden Schulen geschaffen worden sind. „Hier muss mehr politischer Druck aufgebaut werden“, fi ndet Giefers: „Vielleicht sollten die Eltern zu etwas unkonventionelleren Methoden greifen und dem Chef des Kommunalen Gebäudemanagements in der Gerhart-Hauptmann-Straße 24-26 ihre Kinder morgens zur Betreuung vorbeibringen. Dieser Standort liegt ja immerhin zentral in Stadtfeld-Ost.“
Der grüne Stadtrat fordert deshalb die Stadtverwaltung auf, die in Frage kommenden Gebäude zur Schaffung von Kita-Plätzen wirklich ernsthaft zu prüfen: „Geplante Abrisse müssen ausgesetzt werden, um die Kita-Platz-Not, die mindestens noch zwei bis drei Jahre vorhält, kurzfristig zu mindern.“
Diskutiert wird der Grünen- Antrag in den kommenden Wochen im Jugendhilfeausschuss und im Stadtentwicklungsausschuss, bevor der Stadtrat am 27. Mai darüber entscheiden soll. Ganz sicher ist, dass die Problematik der fehlenden Kita-Plätze auch auf der Einwohnerversammlung angesprochen werden soll, zu der Oberbürgermeister Lutz Trümper am kommenden Montag einlädt. Los geht es um 18 Uhr in der Aula der Grundschule Annastraße.
 

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