|
In der Volksstimme vom 24. Juni 2010 war unter anderem folgender Beitrag von Jana Halbritter zu lesen:
Pflanzt Blumen an die Lärmschutzwand, der Europaring soll schöner werden!
„Die Lärmschutzwand am Europaring könnte schöner aussehen“, findet Grünen-Stadtrat Thorsten Giefers. Die graue Wand aus Steinen, zusammengehalten mit Drahtkörben, zieht sich von der Schrote in der Goethestraße bis zur Harsdorfer Straße. Schmierereien und Schriftzüge von Möchtegern-Graffiti-Künstlern lassen die Wand schon lange ziemlich „alt“ aussehen. „Kein repräsentatives Bild“, findet Thorsten Giefers.
Auf der Einwohnerversammlung von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am 3. Mai in Stadtfeld gab er diese Anregung mit einer Wortmeldung auch zu Protokoll. Das Versprechen des OB, sich die Sache mal genauer anzusehen, ist mittlerweile eingelöst.
In einem Schreiben an den Stadtrat spricht das Stadtoberhaupt Klartext: „Die Graffiti können grundsätzlich nicht entfernt werden.“ Eine flächenmäßige Bearbeitung mit einem Kärcher würde die Steine nach und nach zerstören, ebenso wie den verzinkten Stahl der Drahtkörbe.
Eine reine Bepflanzung der Wand selbst sei auch nicht sinnvoll, da in die Zwischenräume keine Erde eingebracht werden kann und sich keine Bewässerung halten würde. Eine Bepflanzung des Grünstreifens ist ebensowenig geeignet, weil die wiederum den Geh- und Radweg einengen würde. Die einzig sinnvolle Lösung wäre eine „Hecke vom laufenden Meter“, doch „dieses System ist teuer“, schreibt der OB. Sowohl in der Anschaffung als auch in der anschließenden Unterhaltung. Thorsten Giefers, eigentlich gelernter Gärtner, sieht das dennoch ein bisschen anders: „Ich finde, hier könnte man mit wenig Aufwand viel erreichen.“ Zum Beweis dafür pfl anzte er gestern eine Margerite an der Lärmschutzwand. Und die soll nur den Anfang machen. Im Herbst, wenn wieder Pfl anzzeit ist, möchte der Stadtfelder eine Aktion starten und die Anwohner dazu einladen, ihre grünen Zöglinge, Sträucher oder Blumen einzupfl anzen. Vorerst steht seine weiße Margerite noch ziemlich einsam am Gehwegrand.
„Allerdings können sich Magdeburger angesprochen fühlen, bereits jetzt zur Tat zu schreiten und die Idee zu unterstützen“, ruft Thorsten Giefers Stadtfelder zu Eigeninitiative auf.
|